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Sabally: Anti-Rassismus-Proteste jetzt nachhaltiger

Dallas – Basketball-Nationalspielerin Satou Sabally empfindet die derzeitigen Proteste gegen Rassismus als nachhaltiger im Vergleich zu früheren Demonstrationen.

«Der Unterschied ist, dass so viele weiße Menschen auf der Straße sind und mit uns demonstrieren», sagte die in New York geborene und in Berlin aufgewachsene Tochter einer deutschen Mutter und eines Vaters aus Gambia. «Vor allem weiße Männer haben die Kraft und den Einfluss was zu verändern, und das wird jetzt genutzt», sagte die 22-Jährige WNBA-Spielerin der Dallas Wings in einer Telefonkonferenz mit Journalisten.

In den USA gibt es seit dem Tod des Afroamerikaners George Floyd vor drei Wochen in vielen Städten große Proteste gegen Polizeigewalt und Rassismus. Floyd war bei einem Polizeieinsatz ums Leben gekommen, die Vorgänge waren gefilmt worden.

Sabally hatte sich schon zuvor für Gleichberechtigung eingesetzt und will ihre Möglichkeiten dafür weiter nutzen. «Wir werden die nächste Generation Sportler antreiben», sagte sie über die große Zahl Athleten, die sich zuletzt klar gegen Rassismus positioniert hatte. «Es ist noch so, dass es als etwas Besonderes angesehen wird, aber es sollte nichts Besonderes sein.»

Sabally war bei der Talenteverteilung in der WNBA, dem sogenannten Draft, an zweiter Stelle ausgewählt worden und damit so hoch wie keine Sportlerin und kein Sportler aus Deutschland vor ihr. Wegen der Corona-Krise hat die Spielzeit noch nicht begonnen.

Fotocredits: Eric Evans
(dpa)

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