Teilnahme der NHL-Stars bei Olympia unwahrscheinlich

Toronto – Die Teilnahme der NHL-Stars am olympischen Eishockey-Turnier im südkoreanischen Pyeongchang 2018 wird immer unwahrscheinlicher.

«Es gab nicht viele Fortschritte in den vergangenen sechs Monaten», erklärte der stellvertretende NHL-Commissioner Bill Daly am Rande des World Cup of Hockey im kanadischen Toronto. «Daher würde ich sagen, ich denke heute negativer als zwei Wochen zuvor.»

Seit 1998 unterbrach die nordamerikanischen Profiliga NHL während der Olympischen Spiele für drei Wochen ihren Ligabetrieb. Die Reise- und Versicherungskosten der Top-Stars in Millionenhöhe übernahmen bei den Spielen in Nagano (1998), Salt Lake City (2002), Turin (2006), Vancouver (2010) und Sotschi (2014) das Internationale Olympische Komitee IOC und der Eishockey-Weltverband IIHF. Das IOC kündigte an, diese Kosten 2018 nicht mehr zu tragen – sehr zum Ärger der NHL. 

Eine endgültige Entscheidung soll laut Daly im Dezember oder Januar fallen. Rene Fasel, Präsident des IIHF, sagte er sehe die Chancen auf eine Teilnahme der NHL-Profis bei «50:50». Gary Bettman, Commissioner der NHL, hielt sich mit seiner Aussage noch bedeckt. «Das IOC hat seine Position deutlich gemacht. Ich denke, jetzt ist es fair, dass Rene Fasel und die IIHF versuchen herauszufinden, was nun zu tun ist.»

Unterdessen hat die NHL angekündigt, den World Cup of Hockey in Zukunft alle drei bis fünf Jahre auszutragen. «Es ist sicher, dass es weitere World Cups auf regulärer Basis geben wird», erklärte NHL-Commissioner Bettman. Der World Cup gilt als Konkurrenz-Wettbewerb zu Olympia.

Fotocredits: epa Stan Gilliland
(dpa)

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