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„Magic“ Johnson – 20 Jahre nach dem Rücktritt

Earvin „Magic“ Johnson galt als einer der größten Basketballer und war ein erfolgreiches Sport-Idol, als er vor 20 Jahren seinen plötzlichen Rücktritt bekannt gab. Der Grund: HIV


„Magic“ Johnson machte seinem Namen alle Ehre, als er in den Achtzigern alle Basketball-Fans mit seinen spielerischen Fähigkeiten verzauberte. Insgesamt neun mal erreichte er mit den Los Angeles Lakers das NBA-Finale und erkämpfte sich in diesem Team 5 mal den NBA-Titel. Neben Larry Bird zählte er zu den herausragendsten Spielern und stand stets im Mittelpunkt des öffentlichen und medialen Interesses. Der Schock war entsprechend groß, als er 1991 während der Live-Schaltung einer Pressekonferenz seinen Rücktritt aufgrund einer HIV-Diagnose bekanntgab.

„Magic“ Johnson bedauert seinen Rücktritt nicht

Bei seinem Rücktritt vor nunmehr 20 Jahren, wusste Johnson nicht, dass er heute noch leben würde. Die Diagnose HIV-positiv galt damals noch weit verbreitet als Todesurteil und auch „Magic“ Johnson wagte nicht zu hoffen, dass er sich nun, nach so vielen Jahren, noch bester Gesundheit erfreuen würde. Auch wenn er rückblickend meint, dass er mit dem Wissen um seinen jetzigen Gesundheitszustand damals wahrscheinlich nichtvon den L.A. Lakers zurückgetreten wäre, bereut er diesen Entschluss dennoch nicht.

Die Karriere nach dem Rücktritt

Auch nach seiner Entscheidung zurückzutreten, legte Johnson noch eine bemerkenswerte Karriere hin und baute sich mit der Firma Magic Johnson Enterprises eine wahres Imperium auf. Er betreibt zahlreiche Restaurants, Coffeeshops und Kinos, veröffentlichte Bücher und arbeitet bis heute nebenbei als TV-Kommentator, wo er unter anderem Dirk Nowitzki in höchsten Tönen lobt. Außerdem zog er sich nie komplett aus dem Profisport zurück und wurde bereits ein Jahr nach seinem Rücktritt für das US All Star Team ausgewählt, mit welchem er bei den Olympischen Spielen in Barcelona Gold gewann. 1994 erlebte er dann ein immerhin 16 Tage langes Comeback bei der NBA, als er für den gefeuerten Lakers-Trainer Randy Pfund einsprang.

„Magic“ Johnsons Einsatz für die Aids-Aufklärung

Earvin Johnson war der erste Profisportler und globale Superstar, der ganz öffentlich mit seiner HIV-Infektion umging und er kämpft bis heute mit seiner Stiftung für Aids-Aufklärung gegen die Unwissenheit und Vorurteile, die der Krankheit noch immer entgegengebracht werden. Johnson selbst hat den HI-Virus dank Medikamenten und Sport im Griff, Aids ist bei ihm nicht ausgebrochen. Er nutzt seine Möglichkeit und Bekanntheit, um bei der Vorbeugung von HIV und Aids zu helfen und das weltweite Bewusstsein für die Krankheit zu schärfen.

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