Los Angeles Lakers lassen NBA-Traum von Wagner wahr werden

New York – Für Basketball-Talent Moritz Wagner hat sich der Traum von der NBA erfüllt. Der 21-jährige Berliner wurde von den Los Angeles Lakers mit dem 25. Pick in der ersten Runde des diesjährigen NBA-Drafts ausgewählt. Wagner, der die vergangenen drei Jahre am US-College für die University of Michigan spielte, konnte sein Glück kaum fassen.

«Ich bin sprachlos», sagte der 2,11-Meter-Hüne als er den Anruf aus Los Angeles erhielt. «Ich zittere, so aufgeregt bin ich». Am anderen Ende der Leitung war kein geringer als Lakers-Legende Earvin «Magic» Johnson. Der Präsident der Lakers gratulierte dem Deutschen und hieß ihn herzlich willkommen.

Wagner selbst verbrachte den vielleicht wichtigsten Abend seiner bisherigen Basketball-Karriere mit Familie und Freunden in New York. Die alljährliche Talentziehung der nordamerikanischen Profi-Liga fand in diesem Jahr im Barclays Center im New Yorker Stadtteil Brooklyn statt und Wagner ließ es sich nicht nehmen, persönlich der Veranstaltung beizuwohnen.

Knappe drei Stunden musste sich der ehemalige Spieler von ALBA Berlin allerdings gedulden, bis sein Name endlich fiel. Doch seitdem kann er sich das Grinsen nicht verkneifen, erklärte Wagner im Gespräch mit Journalisten. «Mein Traum ist wahr geworden», sagte er. In Los Angeles wartet eine Menge Arbeit auf Wagner.

Mit einer Bilanz von 35 Siegen und 47 Niederlagen verpassten die Lakers in der abgelaufenen Saison erneut die Playoffs. Zum letzten Mal qualifizierten sich die Kalifornier in der Saison 2012/13 für die Endrunde. Die Erwartungen an den Deutschen sind dementsprechend hoch.

«Uns gefielen seine Fähigkeiten, seine Intelligenz und das er im College für einen sehr guten Trainer gespielt hat», sagte Lakers-Trainer Luke Walton über Wagner. «Wir glauben, dass er unser Team von Anfang an unterstützen kann.»

Im Gegensatz zu Wagner wird das NBA-Debüt von Landsmann Isaac Bonga noch eine Weile auf sich warten lassen. Der 18-Jährige, der zuletzt für die Fraport Skyliners in der Basketball-Bundesliga spielte, wurde an 39. Stelle von den Philadelphia 76ers ausgewählt. Die 76ers und Lakers einigten sich US-Medienberichten zufolge bereits am Mittwoch darauf ihre Picks zu tauschen. Philadelphia erhält von den Lakers für den 39. Pick in diesem Jahr einen Zweitrunden-Pick im Jahr 2019 sowie eine finanzielle Entschädigung. Bonga wird aller Voraussicht nach in der kommenden Saison in Europa oder in der NBA-G-League auf dem Parkett stehen, um sich weiter zu entwickeln.

Basketball-Bundestrainer Hendrik Rödl rechnet indes fest damit, dass Wagner und Bonga auf Dauer in der NBA Fuß fassen werden. «Ich bin überzeugt davon, dass beide das Potenzial haben, sich in den NBA durchzusetzen. Ob das jetzt oder in ein paar Jahren passiert, kann man nur schwer sagen», sagte Rödl in einer Mitteilung des Deutschen Basketball-Bundes (DBB).

«Für beide hoffe ich, dass ihre neuen Clubs die richtige Adresse sind, um ihren weiteren Weg optimal gehen zu können. Die steigende Anzahl deutscher Spieler in der NBA ist auch ein Indiz für die in den vergangenen Jahren deutlich verbesserte Nachwuchsarbeit im deutschen Basketball auf allen Ebenen», sagte DBB-Präsident Ingo Weiss.

Die Dallas Mavericks um Superstar Dirk Nowitzki und Maximilian Kleber verstärkten sich mit dem slowenischen Ausnahmespieler Luka Doncic. Der 19-Jährige von Real Madrid wurde von den Atlanta Hawks an dritter Stelle gezogen und per Trade direkt zu den Dallas Mavericks geschickt. «Willkommen mein Freund», schrieb der 40-Jährige auf Twitter. Der Adressat des Tweets war Doncic.

Mit dem ersten Pick beim NBA-Draft 2018 sicherten sich die Phoenix Suns die Rechte an Deandre Ayton von der University of Arizona.

Fotocredits: Kevin Hagen
(dpa)

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