Jeremy Lin: Vom Schattendasein zum gefeierten NBA-Star

Für Jeremy Lin dürfte in der vergangenen Woche ein Traum wahr geworden sein, denn der 23-jährige ist der stärkste Debütant seit über 30 Jahren. Dennoch gibt sich der gefeierte NBA-Star bescheiden.

Lange fristete Jeremy Lin ein Schattendasein in der amerikanischen Developement-League und es war daher nicht verwunderlich, dass sein Name niemandem ein Begriff war. Doch das hat sich in der letzten Zeit geändert, seit gut einer Woche ist der Basketball-Spieler mit taiwanesischen Wurzeln das Gesprächsthema in der amerikanischen Presse. Die Fans der New York Knicks bejubeln ihren neuen Star im Madison Square Garden mit „MVP“-Rufen und wer weiß, vielleicht wird Lin ja wirklich einmal der wertvollste Spieler irgendwann.

Die bisherige Karriere von Jeremy Lin verlief eher unspektakulär

Doch so stark umjubelt war der 1,91 Meter große Lin nicht immer, obwohl er sich bereits zu Schulzeiten als Kapitän des Basketball-Teams verdient gemacht hat. Nach seinem Abschluss bewarb er sich um ein Sportstipendium an der Universität, wurde jedoch an den kalifornischen Hochschulen überall abgelehnt.

Daraufhin begab sich der richtungsweisende Verteidiger nach Cambridge, wo er sich an der Harvard Universität innerhalb seines Jahrgangs als einer der besten Ivy-League Basketballer behaupten konnte.

Vor zwei Jahren wurde Jeremy Lin gedraftet, aber von keinem Team unter Vertrag genommen, bis ihn schließlich die Golden State Warriors verpflichteten und er zurück nach Kalifornien ging. Im Anschluss daran landete er zunächst bei den Houston Rockets, welche ihn aber an die New York Knicks übergaben, in deren Farmteam er zuletzt spielte.

Aus dem Reserveteam in die Starting-Five und damit zum gefeierten NBA-Star

Eigentlich ist es auch nur einer Reihe von ungünstigen Umständen zu verdanken, dass Trainer Mike D’Antoni den Point Guard in die Starting Five aufnahm. Nachdem sowohl Amare Stoudemire und Carmelo Anthony ausfielen benötigte der Coach schnellstmöglich einen angemessenen Ersatz, sodass er Lin kurzfristig ins erste Team aufnahm.

Dies hat sich bereits ausgezahlt denn die einstige „Notlösung“ ist an der Siegreihe der Knicks nicht gerade unbeteiligt. Und auch die Gerüchte um den wackelnden Trainerstuhl dürften dank Jeremy Lin aufs erste verstummt sein. Bleibt nun nur zu hoffen, dass die Karriere des Senkrechtstarters jetzt nicht so schnell wieder vorbei ist wie sie begonnen hat.

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