Die deutsche 41

In Deutschland hat der Basketball längst nicht die Stellung, die er in den USA genießt. Der deutsche Botschafter für den Sport schlechthin heißt Dirk Nowitzki und gilt in den USA als einer der größten Athleten der NBA. Nun kommt Nowitzki wieder nach Deutschland – zumindest auf die Leinwand.

Das Leben des großen Bescheidenen

Die Einblicke in das Leben von Dirk Nowitzki sind rar gesät. Der Star der Dallas Mavericks gehört zwar in den USA zu den Superstars der National Basketball Association, hält sich aber von großen Skandalen fern. Stattdessen gilt er als ruhig, wenn nicht sogar grummelig und hat sich den Charme der deutschen Provinz bewahrt.
Denn ursprünglich stammt Nowitzki aus Würzburg, spielte dereinst in der zweiten deutschen Liga Basketball und wagte von dort den Schritt in die USA. Mit den Mavericks holte er 2011 den Titel und konnte auch schon bei Präsident Barack Obama vorstellig werden.

Mit dem Film „Der perfekte Wurf“ wird versucht, etwas mehr Nähe zu Nowitzki herzustellen, als er in schweigsamen Interviews zulässt. Das Timing dazu könnte gar nicht besser gewählt sein, denn die letzten Jahre nutzte der Power Forward, um endlich aufzutauen. In der Öffentlichkeit hat er sich sein Standing über jahrelange Arbeit wohl verdient, nun gilt er auch als einer der Charaktere der Liga.

Ruhe und Charisma

Dabei schafft „Nowitzki: Der perfekte Wurf“ eine stilisierte und rhythmische Übertragung vom TV Sport zum Film. Genau wie Dallas‘ Nummer 41 selbst ist auch der Film bei aller technischen Präzision, bei schnellen Schnitten und der Nähe der Kamera weiterhin geerdet und sachlich.
Vor allem die Beziehung zwischen Nowitzki und Mentor Holger Geschwindner wird näher ausgeleuchtet und sorgt gemeinsam mit Nowitzkis Spiel für ein fast schon Hollywood-artiges Narrativ. Deutsche Zuschauer dürften sich vor allem darüber freuen, dass der Film von Sebastian Dehnhardt es schafft, eine Nähe zum Basketball selbst herzustellen und es schafft, den Sport mit nahezu traumtänzerischer Präzision abzubilden.

Mehr als nur Sport

Sportfilme, vor allem Biographien, gibt es wie Sand am Meer. Was „Nowitzki: Der perfekte Wurf“ aus dem Gros der Verfilmungen abhebt, ist die gekonnte Mischung aus sportlicher Ästhetik und einer nahezu märchenhaften Handlung: Von der deutschen Provinz auf die große Bühne der NBA.
Dass Nowitzki dabei weiterhin geerdet und nahbar geblieben ist, ist das Happy End des großen Basketball-Märchens. Für weitere Märchen – rund um den Sport – besuchen Sie die Seite http://www.tvdigital.de/sport.

Bildquelle: StarPress, 02285442, PATRICK BECHER

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