Dallas „verschenkt“ Sieg gegen Spurs

Die San Antonio Spurs haben das Spitzenspiel gegen die Dallas Mavericks mit 97:94 für sich entschieden. Mit dem siebten Sieg in Serie hat das Team von Star-Center Tim Duncan den zweiten Platz in der Western Conference gefestigt. Erster bleiben die Los Angeles Lakers, die durch ein souveränen 106:88-Heimsieg gegen die Miami Heat nunmehr ihren zehnten Sieg hintereinander feierten.


Doch zurück zu den Mavs. Die Pleite gegen die Spurs dürfte bei dem einen oder anderen Zuschauer Fragezeichen hinterlassen haben. Denn in der Crunch-Time des Duells verzichtete Coach Avery Johnson aus völlig unerklärlichen Gründen auf Jason Kidd.

Denn ohne ihren Spielmacher verpassten die Mavericks drei Chancen zum Ausgleich. Beim Stande von 94:96 gingen zunächst zwei Würfe von Dirk Nowitzki neben den Korb, dann wurde auch noch Jason Terry von Bruce Bowen geblockt. Die Siegchance war verspielt.

„Das war eine schlechte Entscheidung, weil es keinen Sinn hat, Kidd zu traden, wenn er in der Crunch-Time nicht spielt“, kritisierte Charles Barkley, der das Spiel für den Fernsehsender „TNT“ kommentierte.


„Das war dumm“, sagte Barkley. Drei Sekunden vor dem Ende, als der eng bewachte Terry einen Wurf erzwingen musste, „hätte Kidd den Ball womöglich für den siegbringenden Dreier zu Stackhouse in die Ecke gepasst“. Das mag zwar spekulati klingen, aber ganz Unrecht hatte Barkley nicht.
Den Spurs wird es recht gewesen sein. Angeführt von einem überragenden Tim Duncan (31 Punkte, 15 Rebounds) kämpfte sich San Antonio in der zweiten Hälfte nach einem zwischenzeitlichen Zehn-Punkte-Rückstand (57:67) zurück ins Spiel.

Dirk Nowitzki nahm seinen Coach nach der Partie jedoch in Schutz: „Wir standen öfter an der Freiwurflinie als die Spurs, also kann ich mich nicht beschweren. In so einem Spiel gleicht sich alles aus“, ergänzte der 29-Jährige. „Wir hatten genug Chancen zum Ausgleich oder auf den Sieg.“

Nowitzki bot für seine Verhältnisse eine durchschnittliche Vorstellung. Der Deutsche schwächelte bei seiner Wurfquote, traf nur fünf von 15, konnte aber standesgemäß von der Freiwurflinie überzeugen. Von 21 Freiwürfen fanden 17 den Weg ins Ziel. Insgesamt verbuchte Nowitzki 28 Zähler.

Ein kleiner Zusammenschnitt von Tim Duncans Auftritt gegen die Mavs:

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