Boston Red Sox feiern Titel – «Ein Sieg für die Ewigkeit»

Los Angeles – In der Sekunde des Triumphes gab es für die Boston Red Sox kein Halten mehr. Die Baseball-Profis aus Massachusetts sprangen ausgelassen im Kreis und feierten den Titel in der nordamerikanischen Liga MLB.

Die Red Sox gewannen das fünfte Spiel der diesjährigen Finalserie bei den Los Angeles Dodgers mit 5:1 und krönten damit die beste Saison ihrer Vereinshistorie. In der Best-of-Seven-Serie triumphierte Boston am Ende mit 4:1 nach Spielen.

«Zu sehen, wie all diese erwachsenen Männer dort drüben sich wie Kinder benehmen, genau darum geht es», sagte Red-Sox-Pitcher David Price, der einer der Matchwinner in Spiel fünf war. «Das ist der Grund, warum ich nach Boston gewechselt bin.»

Das Team von Manager-Neuling Alex Cora war mit 108 Siegen schon während der regulären Saison das Maß aller Dinge in der MLB. Noch nie zuvor konnten die Red Sox in ihrer mehr als hundertjährigen Geschichte mehr reguläre Saisonspiele gewinnen als in diesem Jahr.

In den Playoffs warteten dann Erzrivale New York Yankees, Titelverteidiger Houston Astros und Vorjahresfinalist Los Angeles auf die Mannschaft. Am Ende verloren die Red Sox nur drei Spiele auf dem Weg zum Titelgewinn. «Dies ist das beste Team in der Geschichte der Red Sox», verkündete Teambesitzer John Henry während der Siegesfeier. «Ein Sieg für die Ewigkeit», titelte die Zeitung «Boston Globe» stolz unter einer Reihe von neun Meistertrophäen.

Mit zwei Homeruns im fünften Spiel zeigte Bostons Steve Pearce zum wiederholten Mal eine starke Leistung in der Finalserie. Insgesamt verbuchte der 35-Jährige unter anderem drei Homeruns gegen die Dodgers und wurde auch deshalb zum wertvollsten Spieler (MVP) der World Series gekürt. «Es ist das beste Gefühl meines Lebens», sagte Pearce im Anschluss.

Für Boston ist es der erste Titelgewinn seit 2013 und der neunte der Geschichte. Die Dodgers warten hingegen weiter seit 1988 auf den großen Wurf. «Es tut weh, wenn du es bis ins Finale schaffst und dann nur Zweiter wirst», sagte Dodgers-Pitcher Clayton Kershaw.

Im vergangenen Jahr verlor Los Angeles die Finalserie in sieben Spielen gegen die Houston Astros. Wie schon 2017 mussten die Dodgers nun wieder mitansehen, wie ein anderes Team in ihrem Stadion die Meisterschaft feiert. Die «Los Angeles Times» befand: «Der Abend fühlte sich wie eine schreckliche Erinnerung an Spiel sieben der vorigen World Series an.»

Fotocredits: Mark J. Terrill
(dpa)

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